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Kartierungen 2008


Liebe Freunde und Mitarbeiter,

das letzte Erfassungsjahr für den Atlas deutscher Brutvogelarten ADEBAR ist angebrochen!
Mit den in diesem Jahr geplanten Kartierungen wollen wir unseren Beitrag für Lüchow-
Dannenberg abrunden, d.h. noch vorhandene Kenntnislücken auffüllen. Dies gilt sowohl für bestimmte Arten als auch für Teilregionen des Kreisgebietes.

Folgende Arbeitsschwerpunkte haben wir uns für 2008 vorgenommen:
In diesem Jahr stehen gemäß Beschluss der Mitgliederversammlung am 27.10.07 in Hitzacker die folgenden Kartierungen auf dem Programm.

Bestandsaufnahmen von Brutvögeln in „Sonderbiotopen“
Abschluss der kreisweiten Kartierung von Braunkehlchen, Ortolan und Grauammer
Brutbestandsaufnahme von Graugans und Höckerschwan
Bestandsaufnahme von Eulen
Kartierung von bislang wenig untersuchten Teilregionen des Landkreises für ADEBAR


1.) Bestandsaufnahmen von Brutvögeln in „Sonderbiotopen“


Nach den Kartierungen der Vögel in Siedlungen (2005), Wäldern (2006) waren im vergangenen Jahr Bestandsaufnahmen der Vögel von Offenlandschaften ein Arbeitsschwer-
punkt in der Brutsaison. Untersucht wurden 45 Probeflächen zwischen 30 und 150 ha Größe mit einer Gesamtfläche von 3500 ha, verteilt über das gesamte Kreisgebiet. Die Ergebnisse erlauben Einblicke in die Besiedlung der „normalen“ Agrarlandschaft und sind wichtige Eckpunkte in naturschutzfachlichen Diskussionen landwirtschaftlicher Themen.

Nicht ausreichend berücksichtigt sind bislang Sonderbiotope wie
  • Bodenabbau-Gebiete
  • Weihnachtsbaumkulturen
  • Größere Ruderalflächen
  • Sümpfe, Röhrichte, Moore, Weichholzauen


  • Aus den bisher untersuchten Landschaftstypen fehlen noch Daten aus folgenden Biotoptypen:
  • Nadelbaum-Jungbestände
  • Laubbaum-Jungbestände
  • Douglasienbestände
  • Industrie- und Gewerbegebiete


  • Vorschläge für Untersuchungsflächen werden auf den Besprechungsabenden diskutiert.

    Kartiergrundlage sind Auszüge aus der Deutschen Grundkarte.
    Jede Fläche sollte mindestens 4-mal in der Zeit von Anfang April bis Ende Juni zu Fuß oder mit dem Fahrrad kontrolliert werden. Für jeden Kartierdurchgang muss eine neue Karte verwendet werden. Kartiert werden „revieranzeigende Merkmale“ aller Vogelarten, d.h. Gesang, Warnen, Füttern etc. mit entsprechenden Artkürzeln (siehe Meldebogen). Verhalten kann, muss aber nicht vermerkt werden, lediglich Brutnachweise sollten durch Einkreisen des Artkürzels immer festgehalten werden. Weitere interessante Beobachtungen (z.B. ziehender Vögel) können am Rande der Karte vermerkt werden.

    Kartiert wird grundsätzlich nur bei gutem Wetter (kein starker Wind, kein Regen), beginnend in der Morgendämmerung (spätestens bei Sonnenaufgang) und (im Mai/Juni) nicht länger als bis
    10 Uhr. Die Start- und Endpunkte sollten bei den einzelnen Durchgängen variiert werden, um möglichst überall zum optimalen Zeitpunkt gewesen zu sein.

    Die Daten der Tageskarten sollten möglichst zeitnah in Artkarten übertragen werden. Nach Abschluss der letzten Begehung werden die Nachweise in den Artkarten zu „Papier-Revieren“ zusammengefasst. Bei nur 4 Durchgängen kann schon eine Feststellung als Revier gewertet werden, sofern die Beobachtung innerhalb der Wertungsgrenzen (außerhalb der Zugzeit, siehe auch Methoden-Handbuch) liegt. Die Ergebnisse werden abschließend in den Meldebogen eingetragen.


    2.) Abschluss der kreisweiten Kartierung von Braunkehlchen, Ortolan und Grauammer


  • Ortolan: Zwischenergebnisse der Kartierung 2007 wurden von Petra Bernardy auf
    der Jahrestagung in Hitzacker dargestellt ( Pressebericht). Nachkartierungen sind in Teilgebieten erforderlich.
    Methode:Kartierung singender Männchen ab Ende April, ab Anfang Juni auch warnender und fütternder Altvögel. Günstigste Kartierzeit ab Sonnenaufgang bis 5 Stunden danach. Lebensräume: Von Bäumen, Feldgehölzen untergliederte Ackerlandschaften bzw. Waldränder. Bitte für jedes Revier Habitatblatt ausfüllen.


  • Braunkehlchen: Die Zwischenergebnisse der Kartierung 2007 hatte Christoph Siems-
    Wedhorn auf der Jahrestagung präsentiert ( Pressebericht). Offensichtlich hat es
    – nicht nur bei uns - einen drastischen Bestandsrückgang gegeben. Das Braunkehlchen soll daher 2008 landesweit erfasst werden, wir werden die 2007 nicht oder nicht ausreichend erfassten Gebiete untersuchen.
    Methode: Kartierung singender Männchen, einzelner und verpaarter Vögel, insbesondere warnender und fütternder Altvögel. Da sich Durchzug und Brutbeginn bis Mitte / Ende Mai überschneiden, sollte versucht werden, frühere Beobachtungen durch Nachweise ab Ende Mai zu bestätigen. Bitte unbedingt Angaben zum Verhalten und zum Lebensraum machen und auf fütternde Altvögel achten (Habitatblatt ausfüllen). Wenn möglich, Bruterfolg notieren (flügge Junge).


  • Grauammer: Vervollständigung der Kartierung in der Landgrabenniederung im Öring und Lemgow, im Raum Harpe sowie der Neuansiedlungen am Höhbeck und im Elbetal.
    Methode: Kartierung singender Männchen ab Mitte April, ab Mitte Mai auch warnender und fütternder Altvögel.


  • Zusätzlich sollten noch folgende Arten mit kartiert werden:
    Turmfalke, Fasan, Rebhuhn, Wachtel, Kuckuck, Schwarzkehlchen, Mistel- und Wacholderdrossel, Feldschwirl und Heidelerche.

    Weitere Hinweise zur Methode:
    Für die kreisweite Kartierung von Ortolan, Grauammer und Braunkehlchen sollten die in Frage kommenden Lebensräume möglichst dreimal kontrolliert werden. Die anderen aufgeführten Arten sollten als „Beifang“ mit kartiert werden, lediglich für die Rebhuhnerfassung sind gesonderte Kontrollen notwendig. Beobachtungen ( siehe Abkürzungen in Klammern) der verschiedenen Durchgänge sollten mit unterschiedlichen Farben in die Karte (1:25.000) eingetragen werden. Bei Brutnachweisen bitte das Artkürzel einkreisen (Bk) , für Brutverdacht (z.B. warnende Altvögel) unterstreichen Bk. Hilfreich bei der Kartierung des Ortolans ist der Einsatz einer Klangattrappe.


    3.) Brutbestandsaufnahme von Graugans und Höckerschwan


    Graugans: Die letzte systematische Bestandsaufnahme im Kreisgebiet erfolgte im Jahre 1998 im Rahmen einer landesweiten Graugans-Kartierung. Seither hat sich der Brutbestand weiter ausgebreitet und zumindest in Teilbereichen weiter zugenommen.
    Wir wollen versuchen, einen möglichst genauen Überblick über die Anzahl der Brutpaare und
    des übrigen Brutzeitbestandes zu bekommen.
    Methode nach Südbeck et al (2005), ergänzt: Kombination einer Zählung von Paaren vor der Bebrütungsphase, Nest bauenden Vögeln, wachenden M (in der Nähe eines möglichen Nist-
    platzes), sowie brütender W mit Zählung führender Paare (inkl. jeweils Altersschätzung und Zuordnung der Jungen) bei mindestens 4, besser 6 Zählungen zwischen Ende Februar und
    Ende Mai:

    Termine:
    1. Ende Februar bis Anfang März (Zählung der Paare vor Brutbeginn, während der Eiablage sind Brutpaare am dicken „Legebauch“ der W zu erkennen),
    2. Mitte März bis Anfang April (brütende W, wachende M),
    3. Mitte bis Ende April (Junge führende Paare, ggf. noch brütende W, Paare ohne Junge),
    4. Mai: führende Paare, Paare ohne Junge. Günstigste Tageszeit: Frühe Morgenstunden.

    Mit Graugansbruten kann an nahezu allen Gewässern, von abgelegenen Waldweihern bis Parkteichen, gerechnet werden. Auch abseits von Gewässern finden Bruten z.B. in großen Horsten oder in Erlenbrüchen statt. Gesondert mit erfasst werden sollen die mutmaßlichen Nichtbrüter, die (oft auch paarweise) in Trupps häufig auch in der Nähe von Brutplätzen auftreten.

    Höckerschwan:
    Kartierzeitraum von März bis Ende Juni, Territorialverhalten, Nestbau, brütende W, wachende M und Junge führende Paare werden notiert. Mit erfasst werden sollen auch nicht brütende Vögel.


    4.) Bestandsaufnahmen von Eulen


    Das Jahr 2008 scheint wieder ein gutes „Mäusejahr“ zu werden, eine gute Gelegenheit für Bestandsaufnamen bei Eulen.

  • Raufußkauz: Kartierung rufender Käuze ab Mitte Februar (ab Sonnenuntergang bis 3 Std. nach SU). Vorkommen in größeren (Nadel)Waldgebieten mit Althölzern.

  • Sperlingskauz: Kartierung rufender Vögel (mit Klangattrappe) von Anfang März bis Anfang Mai) ab 2 Std. vor bis 1 Std. nach Sonnenuntergang bzw. 1 Std. vor bis 2 Std. nach SA. Bruthöhlen in Buntspechthöhlen, an Nestauswürfen (Gewölleresten, Kleinvogelfedern, Eischalen) zu erkennen. Vorkommen in fichtenreichen Beständen.

  • Steinkauz: in diesem Jahr findet eine landesweite Kartierung des Steinkauzes statt. Möglicherweise gibt es Vorkommen in Lüchow-Dannenberg, so in der Elbtalaue oder Jeetzel- bzw. Landgraben-Dummeniederung. Entsprechende Nachsuchen, nach Möglichkeit mit Klangattrappe, sind erwünscht.


  • Bitte auch Beobachtungen aller übrigen Eulenarten melden.


    5.) Nachkartierungen für das Projekt ADEBAR – Atlas deutscher Brutvögel


    Aus folgenden TK-Quadranten liegen noch keine ausreichenden Daten vor: Blatt 3032 Lüchow, 3033 Woltersdorf (z.T), 3034 Gartower Forst (z.T.). In diesen Gebieten sollen vor allem die „mittelhäufigen“ und seltenen Arten kartiert werden. Dazu sollen ggf. gemeinsame Kartier-
    exkursionen durchgeführt werden.

    Weitere Informationen über das ADEBAR-Projekt


    Wer Interesse an einer Mitarbeit hat, möge sich bei Hans-Jürgen Kelm melden.


    Koordination: Hans-Jürgen Kelm,
    Dannenberger Str. 7 - OT Grippel,
    29484 Langendorf, Tel. 05882/261
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